E-Gitarre

Gibson Les Paul Studio 1990 - 1997

Gibson · Les Paul Studio 1990 - 1997

Preis: 793 EUR – 1.589 EUR

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Gibsons Les Paul ohne Zierrat, gebaut in Nashville zwischen dem Redesign von 1990 und dem Modelljahr 1997: Mahagonikorpus mit schlichtem, ungebundenem Maple-Top, ein Ebenholzgriffbrett, das der teurere Les Paul Standard nicht bekam, und das damals neue Humbucker-Paar 490R/498T. Eine Arbeitsgitarre, kein Schaustück - und mit rund 4 bis 4,5 kg ehrlich schwer.

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Informationen zu Gibson Les Paul Studio 1990 - 1997

Der Les Paul Studio entstand 1983 als das Modell, das das Les-Paul-Rezept behält und den Schmuck weglässt: kein Korpus-Binding, kein Hals-Binding, keine Perlmutt-Krone auf der Kopfplatte, und ein Korpus, der rund ein Achtel bis ein Viertel Zoll flacher ausfällt als bei einer vollen Les Paul. Geblieben ist das Tragende - Mahagonirücken, geschnitztes Maple-Top, eingeleimter Mahagonihals, 24,75-Zoll-Mensur, Tune-o-matic-Brücke mit separatem Stopbar.

Die Gitarren von 1990 bis 1997 sind darin eine eigene Generation, denn Gibson entwarf den Studio 1990 komplett neu und ließ ihn dann bis 1998 unangetastet. Drei Punkte prägen dieses Fenster. Das Griffbrett ist Ebenholz, nicht Palisander - das ist hier das kuriose und angenehme Detail, denn der deutlich teurere Les Paul Standard derselben Jahre bekam Palisander, und Ebenholz war ansonsten ein Merkmal des Les Paul Custom. Die Einlagen wurden zu Perloid-Trapezen in der Form der höherwertigen Modelle und ersetzten die schlichten Punkte früherer Studios. Und die Tonabnehmer wurden Gibsons damals brandneue 49x-Humbucker: ein 490R mit Alnico-II-Magnet am Hals, ein heißerer 498T mit Alnico V am Steg - das Paar, das den Klang von Gibson USA für zwei Jahrzehnte prägen sollte. Die Grundplatten dieser Ära tragen meist einen PAF-Aufkleber, was reine Optik ist und nichts über die Wicklung aussagt.

Ein verbreiteter Irrtum sei ausgeräumt: Diese Studios sind nicht reines Mahagoni. Händlerdokumente der Zeit beschreiben durchgängig einen Mahagonirücken - oft einteilig - mit geschnitztem, aus zwei oder drei Teilen verleimtem Maple-Top, und transparente Finishes wie das Trans Wine Red von 1991 existieren genau deshalb, weil unter dem Lack Maple liegt. Dem Studio-Top fehlt lediglich Figur und Binding, weshalb Gibson schlichtes Holz verwenden und den Großteil der Serie deckend in Ebony, Wine Red oder Alpine White lackieren konnte. Die wirklich cap-freien Studio-Ableger kamen später oder parallel: die mit P-90 bestückte Gem-Serie von 1996 bis 1998 und die Vintage-Mahogany-Modelle der 2000er.

Der Bau folgt der Gibson-USA-Serienpraxis der Zeit, nicht der Reissue-Praxis. Der Hals ist mit dem kurzen Tenon eingeleimt, wie in der ganzen regulären Produktion; der lange Tenon blieb der ab 1993 gestarteten Historic Collection vorbehalten. Die Kopfplatte steht in den steileren 17 Grad, zu denen Gibson zurückgekehrt war, ohne die Norlin-typische Volute hinter dem Sattel. Hardware gab es je nach Ausführung in Chrom oder Gold, mit Nashville-Tune-o-matic und Gibson-Deluxe-Mechaniken im Vintage-Stil mit grünen Kunststoff-Tulip-Knöpfen. Bei Instrumenten von 1994 lohnt ein zweiter Blick auf die Seriennummer: Gibsons Jubiläumsjahr durchbrach den üblichen achtstelligen Tagescode, viele Instrumente beginnen einfach mit 94 und einer sechsstelligen Laufnummer.

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Quelle: https://reverb.com/item/100896844-gibson-les-paul-studio-thin-body-1995-ebony

Klangcharakter von Gibson Les Paul Studio 1990 - 1997

Der Grundklang ist das klassische Les-Paul-Bild aus Mahagoni und Maple, mit einer etwas härteren Kante. Der 490R am Hals bleibt mit Alnico-II-Magnet nahe an einem Vintage-Humbucker, mit etwas mehr Präsenz in den oberen Mitten - warm und kehlig statt matschig. Der 498T am Steg arbeitet mit Alnico-V-Magnet und mehr Windungen, klingt am cleanen Amp hell und schneidend und geht bei aufgerissenem Verstärker in ein Mitten-Fauchen mit echtem Sustain über. Weil der Korpus massiv und ohne Gewichtsentlastung ist und über einem dicken Mahagonirücken ein schlichtes Maple-Top sitzt, ist die Ansprache dicht und mittenbetont statt luftig, und das Ebenholzgriffbrett schärft den Anschlag gegenüber Palisander etwas. Händlerbeschreibungen von Exemplaren dieser Jahre betonen durchgängig, wie laut sie unverstärkt sind, mit kräftigen Mitten und klarer Höhenzeichnung.

Warm Mittenbetont Punchig Voluminös Knackig

Was Besitzer der Gibson Les Paul Studio 1990 - 1997 sagen

Das hier ist durch und durch ein Arbeitstier. Verarbeitung und Finish der Studios aus der ersten Hälfte und Mitte der 90er liegen nah an den teureren Modellen, und die Haptik hält sich sogar gegenüber späteren Studios eher besser - weshalb diese Ära auf dem Gebrauchtmarkt eher als stiller Geheimtipp gilt denn als Resterampe.

Das Ebenholzgriffbrett ist ein ständiger Grund zur Freude - ein günstiges Modell mit demselben Griffbrettholz wie der Custom, eine Ausstattung, die Gibson 1998 wieder strich. Das Gewicht bleibt der feste Kompromiss: Es gehört einfach dazu, und lange Sets können tatsächlich auf die Schulter gehen, weshalb sich ein Blick auf den Studio Lite lohnt, wenn das schwerer wiegt als der Ton. Bei der Korpusdicke ist das Bild weniger eindeutig - manche Exemplare fühlen sich kaum anders an als ein Standard oder Custom, andere spürbar dünner -, am wahrscheinlichsten, weil die Spezifikation innerhalb dieser Baureihe von Jahr zu Jahr schwankte. Mit Vorsicht zu genießen: Berichte über komplett mahagonifarbene, deckenlose Korpusse bei 1990er/91er Exemplaren stammen von deckend lackierten Gitarren und sind nicht belegt.

Bespielbarkeit & Handling von Gibson Les Paul Studio 1990 - 1997

Das Gewicht merkt man zuerst, und es ist kein Mythos. Dokumentierte Exemplare dieser Ära liegen zwischen rund 4,0 und 4,5 kg, die meisten bei 4,1 bis 4,4 kg - ein 1990er in Wine Red bei 4,0 kg, ein 1992er in Alpine White bei 4,1 kg, ein 1991er bei 4,3 kg. Der reguläre Studio dieser Jahre hat keine Gewichtsentlastung, der Korpus ist massiv - genau deshalb verkaufte Gibson ab 1990 parallel den Studio Lite mit Balsakern. Für ein langes Set ist das ein Schulterthema, und ein breiter, gepolsterter Gurt ist kein Luxus.

Der Hals ist ein mittleres, rundes C, weder das schlanke 60er-Profil noch ein 50er-Baseballschläger. Ein vermessenes Exemplar von 1992 kommt auf etwa 21 mm Tiefe am ersten und 25 mm am zwölften Bund, bei rund 43 mm Sattelbreite und 305 mm (12 Zoll) Griffbrettradius. Beschreibungen einzelner Gitarren reichen von schlank-bis-mittel bis deutlich füllig, das Profil sollte man also am konkreten Instrument prüfen statt es vorauszusetzen.

Die 24,75-Zoll-Mensur bedeutet bei gleicher Saitenstärke merklich weniger Zug als eine 25,5-Zoll-Mensur, Bendings und Vibrato gehen also leichter - mit ein Grund, warum sich Les Pauls für die Greifhand trotz des Gewichts entgegenkommend anfühlen. Das Ebenholzgriffbrett gibt einen etwas härteren, direkteren Anschlag als Palisander und eine sehr glatte Oberfläche. Die Bedienung ist so einfach, wie E-Gitarre nur sein kann: außer dem Kippschalter und zwei Reglerpaaren gibt es nichts zu schalten, keine Batterie, keine Aktivelektronik.

Empfohlenes Zubehör & Saiten für Gibson Les Paul Studio 1990 - 1997

Auf 24,75 Zoll Mensur ist ein Satz .010-.046 der übliche Ausgangspunkt und die Stärke, die Gibson selbst lange ab Werk aufzog; weil die kürzere Mensur die Spannung senkt, greifen Spieler, denen .010er zu lasch sind, hier eher zu .011ern als auf einer längeren Mensur. Ein breiter, gut gepolsterter Gurt ist bei 4 bis 4,5 kg wichtiger als bei den meisten anderen E-Gitarren.

Die Kombination 490R/498T passt zu den Verstärkerfamilien, die man bei einer Les Paul erwartet: britisch ausgelegte EL34-Topteile belohnen den Biss des 498T in den oberen Mitten, kleinere EL84- oder Tweed-Combos lassen den 490R am Hals warm und gesanglich arbeiten. Ein einfacher Overdrive davor genügt meist; die Tonabnehmer sind heiß genug, dass viel Gain selten nötig ist.

Ein Wartungspunkt ist typisch für Instrumente dieses Alters und sollte eingeplant werden. Die grünen Kunststoff-Tulip-Knöpfe der Gibson-Deluxe-Mechaniken im Vintage-Stil zersetzen sich über Jahrzehnte chemisch: Sie schrumpfen, dunkeln nach, werden kristallin und schuppig und können beim Stimmen zwischen den Fingern zerbröseln. Üblich sind Ersatzknöpfe oder ein kompletter Mechaniksatz; die alten Knöpfe löst man normalerweise, indem man die Achse vorsichtig erwärmt, bis der Kunststoff nachgibt. Ansonsten nimmt die Nashville-Tune-o-matic problemlos Ersatzreiter auf, und der periodengerechte Koffer war ein brauner Gibson-Hartschalenkoffer mit rosa Innenfutter.

Technische Daten von Gibson Les Paul Studio 1990 - 1997

Bauform Solidbody-E-Gitarre, Single Cutaway, eingeleimter Hals (Set Neck)
Produktionszeitraum 1990-1997, Gibson USA, Nashville, Tennessee
Korpus Mahagonirücken, häufig einteilig, mit geschnitztem schlichtem Maple-Top, meist aus zwei oder drei Teilen verleimt; ohne Binding
Korpusdicke Als Teil des ursprünglichen Studio-Konzepts rund 1/8 bis 1/4 Zoll flacher als eine volle Les Paul; Besitzer von 90er-Exemplaren nennen meist etwa 1/8 Zoll, die Angaben schwanken je nach Baujahr
Gewichtsentlastung Beim regulären Studio dieser Jahre keine; die entlastete Alternative war der Studio Lite (1990-1998) mit Balsakern
Hals Mahagoni, eingeleimt mit dem kurzen Tenon der Gibson-USA-Serienfertigung dieser Zeit (der lange Tenon blieb ab 1993 der Historic Collection vorbehalten)
Halsprofil Mittleres, rundes C; ein vermessenes Exemplar von 1992 liegt bei ca. 21 mm Tiefe am 1. und 25 mm am 12. Bund
Griffbrett Ebenholz - in diesem Zeitfenster praktisch Standard beim Studio, während der teurere Les Paul Standard derselben Jahre Palisander hatte
Einlagen Perloid-Trapeze ab dem Redesign von 1990; auf der Kopfplatte nur das Gibson-Logo, ohne Krone oder Diamant
Bünde / Radius / Mensur 22 Bünde, 12 Zoll (305 mm) Radius, 24,75 Zoll (628 mm) Mensur
Sattelbreite ca. 43 mm (1-11/16 Zoll)
Kopfplattenwinkel 17 Grad, ohne Volute hinter dem Sattel
Tonabnehmer Gibson 490R (Alnico II) am Hals und 498T (Alnico V, heißer gewickelt) am Steg, 1990 mit Gibsons 49x-Serie eingeführt; die Grundplatten tragen meist einen PAF-Aufkleber. Einzelne Exemplare von 1990 verließen das Werk noch mit den älteren Humbuckern 'The Original' HB-R/HB-L
Regler Zwei Volume- und zwei Tone-Regler, je ein Paar pro Tonabnehmer, dazu ein Dreiweg-Kippschalter; durchgehend passiv, kein Coil Split, keine Batterie
Brücke / Saitenhalter Nashville-Tune-o-matic-Brücke mit separatem Stopbar-Saitenhalter
Mechaniken Gibson Deluxe im Vintage-Stil mit grünen Kunststoff-Tulip-Knöpfen
Hardware-Ausführung Chrom oder Gold je nach Spezifikation; frühe 90er-Exemplare sind mit schwarzen Speed Knobs dokumentiert
Finishes Ebony, Wine Red und Alpine White über den gesamten Lauf; transparente Finishes über dem Maple-Top kommen ebenfalls vor, etwa Trans Wine Red 1991
Gewicht Dokumentierte Exemplare dieser Ära: ca. 4,0 bis 4,5 kg, die meisten um 4,1 bis 4,4 kg
Koffer Periodengerecht war ein brauner Gibson-Hartschalenkoffer mit rosa Innenfutter
Hinweis zur Datierung Gibsons achtstelliges Seriennummernschema von 1977 bis 2005 verschlüsselt das Jahr in den Stellen 1 und 5 und den Tag im Jahr in den Stellen 2 bis 4; viele Instrumente von 1994 weichen davon ab und beginnen einfach mit 94 plus sechsstelliger Laufnummer

Preisverlauf für Gibson Les Paul Studio 1990 - 1997

Günstigster gesehener Preis: 793 EUR  ·  Teuerster gesehener Preis: 1.589 EUR

1.589 EUR746 EUR 07.09.2026 15.09.202619.09.202615.10.2026 20.10.2026
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Zur Geschichte von Gibson Les Paul Studio 1990 - 1997

Gibson brachte den Studio 1983 als Antwort auf ein schlichtes kaufmännisches Problem: Wer Klang und Spielgefühl einer Les Paul wollte, bezahlte Binding, Einlagen und figurierte Decken mit, die er nicht brauchte. Ließ man das weg und nahm den Korpus etwas flacher, entstand eine Les Paul zu deutlich niedrigerem Preis. Die ersten Jahre waren unruhig - um 1983 bis 1985 wurde Erle als Korpusholz versucht und nach Lackproblemen wieder aufgegeben, und kurzlebige Geschwister namens Studio Standard (1983-1987, mit Binding) und Studio Custom (1983-1985, Goldhardware und Punkteinlagen) verwischten die Linie, bevor sich das Konzept festigte.

1990 ist der Neuanfang. Gibson entwarf den Studio komplett neu: Ebenholzgriffbrett, Perloid-Trapezeinlagen wie bei den höherwertigen Les Pauls und die gerade eingeführten Humbucker 490R und 498T, die die Tonabnehmer der von Bill Lawrence geprägten 80er ersetzten. Ebony, Wine Red und Alpine White trugen die Serie. Diese Spezifikation blieb dann sieben Modelljahre unverändert - deshalb wird 1990 bis 1997 als ein Produktionslauf geführt. Die erste substanzielle Änderung kam erst 1998, als Palisander bei den meisten Finishes das Ebenholz ersetzte (Alpine White und Classic White behielten es) und die Farbpalette stark erweitert wurde.

In dieses Fenster fällt auch die Verzweigung des Studio-Namens. Der Studio Lite (1990-1998) antwortete mit einem Balsakern, den Gibson als Chromyte bewarb, auf die Gewichtsklagen; der Studio Lite M-III ergänzte einen Single Coil zwischen zwei Humbuckern. Ab 1996 setzte die Gem-Serie P-90 unter Edelsteinfarben mit Punkteinlagen und Grover-Mechaniken, und die SmartWood-Exotic-Linie begann mit Decken aus zertifizierten Exotenhölzern. Hinter allem steht das Nachspiel der Norlin-Jahre: Die Gitarren von 1990 bis 1997 entstanden bei einem Unternehmen, das 1985 kurz vor dem Ende stand und inzwischen unter neuen Eigentümern schnell wuchs, mit in Nashville zusammengeführter Produktion.

Über Gibson als Hersteller

Gibson geht auf Orville Gibson zurück, der ab 1894 in Kalamazoo, Michigan Instrumente baute; 1902 wurde das Unternehmen formell als Gibson Mandolin-Guitar Mfg. Co. Ltd. gegründet. 1944 ging es an Chicago Musical Instruments, von 1969 bis 1986 an den Norlin-Konzern - die Phase, die die meisten Sammler mit sinkender Qualität und schlechten Entscheidungen verbinden. Zwischen 1976 und 1984 wanderte die Produktion von Kalamazoo nach Nashville, das ursprüngliche Werk in Michigan schloss 1984.

Entscheidend für eine Gibson der 90er ist, was danach geschah. Norlin wies für die Marke 1985 rund 12,6 Millionen Dollar Verlust aus, und im Januar 1986 kauften Henry Juszkiewicz, David Berryman und Gary Zebrowski - frühere Harvard-Kommilitonen - das Unternehmen für etwa fünf Millionen Dollar, Berichten zufolge nur noch Monate vor dem Aus. Die Wende ist gut dokumentiert und ging schnell: Der Jahresumsatz stieg von unter zehn Millionen Dollar 1986 auf geschätzte siebzig Millionen 1993, ein Wachstum von rund dreißig Prozent pro Jahr.

Dieses Unternehmen baute die hier beschriebenen Studios, und das erklärt den Charakter der Ära. Die neue Führung stellte den Ruf der Kern-E-Gitarren wieder her, eröffnete ein Akustikwerk in Bozeman, Montana, ergänzte einen Standort in Memphis für Semi-Hollow- und Custom-Arbeiten und startete 1993 die Historic Collection - der Punkt, an dem sich Gibsons vintagegetreues Reissue-Programm und die reguläre Serienfertigung sichtbar trennten. Praktisch heißt das: Eine Gibson-USA-Les-Paul der 90er entstand nach einer solide standardisierten Serienspezifikation - kurzer Halstenon, Nashville-Brücke, 49x-Tonabnehmer - und nicht nach Reissue-Spezifikation. In einem Punkt war Gibsons Philosophie über die Geschichte hinweg konstant: in den USA gebaute Gitarren mit geleimtem Hals, Humbuckern und mahagonigeprägter Stimme, verkauft über eine Preisleiter vom Studio bis zum Custom Shop statt über ein einzelnes Flaggschiff.

Bekannte Spieler & Aufnahmen mit Gibson Les Paul Studio 1990 - 1997

Zuerst eine ehrliche Unterscheidung: Die Gitarristen, die die Les Paul berühmt machten - Jimmy Page, Slash, Jö Perry, Peter Green, Gary Moore - spielten Standards, Customs und 50er-Bursts, keine Studios. Der Studio war immer das Arbeitsmodell und nicht das Signature-Modell, entsprechend liest sich seine Spielerliste anders und ist von der Anlage her dünner.

Aus dieser Ära ist der klarste Fall Jerry Cantrell von Alice in Chains, dokumentiert mit einem Les Paul Studio Lite von 1992 in Transparent Schwarz mit Chromyte-Kern - dem gewichtsentlasteten Geschwistermodell der hier beschriebenen Gitarre. Nöl Gallagher spielte beim Fernsehdebüt von Oasis einen Les Paul Studio, David Byrne 1997 bei seinem Auftritt in Sessions At West 54th. Spätere Sichtungen: Jöy Jordison mit einem weißen Exemplar im Murderdolls-Video zu White Wedding, Jö Trohman von Fall Out Boy mit einem in Alpine White, den er als seine erste teure Gitarre bezeichnet hat, Lenny Kravitz 2012 live bei Rock in Rio Madrid und Calvin Harris, der einen Studio in Wine Red besaß, bevor er auf Les Paul Customs wechselte.

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