Die Bohrungsweite bezeichnet den Innendurchmesser der Zugrohre und ist eine der wichtigsten Angaben, die Posaunen für unterschiedliche musikalische Einsätze unterscheidet - unabhängig davon, ob das Instrument ein Quartventil hat.

  • Enge Bohrung (etwa 12,2-12,7 mm) macht Posaunen leichter und lässt sich bei schnellen Passagen leichter anblasen, meist bevorzugt für Jazz und kommerzielle Musik, wo Beweglichkeit und ein hellerer, fokussierterer Klang zählen.
  • Weite Bohrung (etwa ab 13,9 mm) braucht mehr Luft, erzeugt dafür einen größeren, dunkleren, resonanteren Klang und ist der Standard für Orchester und Blasorchester.
  • Ein typisches Schul- bzw. Einsteigerinstrument hat meist eine mittelweite bis weite Bohrung, da das übliche Schulorchester- und Blaskapellen-Repertoire diesen Klang verlangt - das lohnt sich, gegen den tatsächlichen Einsatzzweck des Instruments abzugleichen.

Die Bohrungsweite steht in den Modellangaben und sollte geprüft statt angenommen werden, da zwei ähnlich aussehende Posaunen deutlich unterschiedliche Bohrungen haben können - eine Diskrepanz zwischen Bohrungsweite und tatsächlich gespielter Musik ist eine häufige Quelle für Enttäuschung nach dem Kauf.