Die Tastaturmechanik ist einer der größten und zugleich verwirrendsten Unterschiede zwischen Digitalpianos und einfacheren Keyboards.

Die drei gängigen Stufen

  • Ungewichtete/Synth-Tastatur: Tasten federn mit gleichmäßigem, leichtem Widerstand zurück - gut für Orgel- oder Synth-Sounds, baut aber keine echte Klaviertechnik auf.
  • Gewichtete Tasten: zusätzlicher Widerstand wird hinzugefügt, aber mit gleichem Gewicht von der tiefsten bis zur höchsten Taste.
  • Graduierte Hammermechanik: der Widerstand verändert sich stufenweise über die Klaviatur, schwerer im Bass und leichter im Diskant - so, wie sich die längeren Bass-Hämmer eines akustischen Klaviers tatsächlich anfühlen. Das kommt dem Spielgefühl eines echten Klaviers am nächsten.

Warum das wichtig ist

Wer echte Klaviertechnik aufbauen will (Dynamikkontrolle, Fingerkraft, der spätere Umstieg auf ein akustisches Klavier), fährt mit graduierter Hammermechanik langfristig meist besser. Für gelegentliches Spiel, gemischte Keyboard-/Synth-Nutzung oder wenn geringeres Gewicht und Preis wichtiger sind, können gewichtete oder auch ungewichtete Tasten weiterhin eine sinnvolle Wahl sein.