Unabhängig von der Instrumentenfamilie schützt eine kleine Auswahl an Lagerungsgrundsätzen sowohl Spielbarkeit als auch Wiederverkaufswert, da die meisten langfristigen Instrumentenschäden von schleichendem Klimastress statt einem einzelnen Unfall stammen.

Luftfeuchtigkeit

  • Holzinstrumente (Gitarren, Violinen, Celli, Klarinetten, Holzblasinstrument-Korpusse) sind am klimaempfindlichsten, da Holz sich mit der Luftfeuchtigkeit ausdehnt und zusammenzieht - das verursacht Risse bei zu trockener und Quellen, Klemmen oder Verziehen bei zu feuchter Luft.
  • Ein stabiler mittlerer Bereich schützt in der Regel besser als eine einzelne "perfekte" Zahl - große Schwankungen, nicht nur Extremwerte, richten über die Zeit den meisten Schaden an.
  • Koffer-Luftbefeuchter (bei Gitarren) oder Raum-Luftbefeuchter/-entfeuchter sind die Standardwerkzeuge, um Holzinstrumente in einem stabilen Bereich zu halten - besonders während der Heizperiode, wenn die Raumluft deutlich austrocknet.

Temperatur

  • Autos sind die häufigste Quelle für ernsthafte, schnelle Temperaturschäden - ein geschlossenes Fahrzeug in praller Sonne oder klirrender Kälte kann Extremwerte erreichen, die weit über das hinausgehen, was ein Instrument aushält, und das schnell genug, um echten Schaden anzurichten (Risse im Lack, verzogene Bauteile, bei extremer Hitze auch lösende Leimstellen).
  • Schnelle Temperaturwechsel (z.B. ein kaltes Instrument direkt in einen warmen Raum bringen) können Kondenswasser im Instrument oder Koffer verursachen - ein eigenes Risiko, unabhängig vom Temperaturextrem selbst.

Das Praktische zum Mitnehmen

Ein guter Koffer ist für fast jedes Instrument die erste und günstigste Schutzmaßnahme, da er sowohl Feuchtigkeits- als auch Temperaturschwankungen deutlich besser abpuffert als ein offen gelagertes Instrument - beim Gebrauchtkauf lohnt es sich, das einzuplanen, falls keiner dabei ist.