Eine Flöte ist im Grunde eine Reihe präzise getimter Luftlecks (die offenen Tonlöcher), die ansonsten perfekt abdichten müssen - schon ein unvollständig dichtendes Polster schwächt den Klang spürbar und erschwert manche Töne sauber zu erzeugen. Über den Lichttest hinaus jede Klappe einzeln vollständig schließen und versuchen, Luft durch das offene Ende zu ziehen; echter Widerstand bedeutet gute Abdichtung, leichter Luftdurchgang bei vermeintlich geschlossener Klappe zeigt ein Leck an. Alte Polster verhärten und schrumpfen mit der Zeit auch ohne starke Nutzung - eine jahrelang gelagerte Flöte braucht deshalb oft eine komplette Neupolsterung, unabhängig davon, wie wenig sie gespielt wurde. Das sollte bei einem Gebrauchtkauf aus Nachlass oder langer Lagerung eingepreist werden.