Grenadill und andere für Klarinettenkorpusse verwendete Hölzer sind dicht und neigen bei schnellen Temperatur- oder Feuchtigkeitswechseln zu Rissen, besonders wenn ein kaltes Instrument ohne allmähliches Aufwärmen schnell durch den Atem erwärmt wird. Risse treten am häufigsten nahe der Tonlöcher und am oberen Ende des Oberstücks auf, wo sich Holzspannung am stärksten konzentriert; mit dem Finger diese Bereiche abtasten und bei starkem Licht auf Haarrisse untersuchen. Ein Riss, der bis zur Bohrung (dem Innenrohr) reicht, beeinträchtigt Klang und Dichtigkeit und braucht eine fachgerechte Reparatur (meist Verstiftung), um weitere Ausbreitung zu verhindern, während ein sehr oberflächlicher Riss rein kosmetisch sein kann. Angesichts der Häufigkeit dieses Problems ist diese Prüfung bei diesem Instrument wohl die wichtigste überhaupt.
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