Yanagisawa T-WO2
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Ein professionelles Tenorsaxophon aus Yanagisawas WO-Serie mit Bronzekorpus, individuell handgraviertem Schallbecher und leichtgängiger, verfeinerter Mechanik.
Informationen zu Yanagisawa T-WO2
Die T-WO2 ist das Bronze-Gegenstück zur Messing-Ausführung T-WO1 innerhalb von Yanagisawas professioneller WO-Linie - Korpus, Bogen, Schallbecher und Hals bestehen durchgehend aus Phosphorbronze statt aus gewöhnlichem Gelbmessing, eine Materialwahl, die das Unternehmen seit der Einführung seiner ersten Bronze-Saxophone 1992 pflegt. Wie die übrigen WO1/WO2-Profimodelle setzt sie auf eine Einzelpfosten-Bauweise mit zusätzlicher Handballenplatte und einer Halsplatte mit Yanagisawa-Logo, was gerade genug Masse für einen volleren Ton hinzufügt, ohne das Gewicht der rippenkonstruierten Elite-Modelle weiter oben in der Reihe zu erreichen. Jeder Schallbecher trägt ein eigenes, von Hand graviertes Muster, wodurch jedes Instrument ein leicht individuelles, handwerkliches Erscheinungsbild statt eines maschinell gestanzten Designs erhält. Die Mechanik selbst läuft über eine fluorharzbeschichtete Oktavmechanik, die dauerhaft leichtgängig statt klebrig bleiben soll, ergänzt durch wasserfeste Polster, spitze Drehachsschrauben und blaü Stahlfedern.
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Klangcharakter von Yanagisawa T-WO2
Der Phosphorbronze-Korpus verleiht der T-WO2 einen wärmeren, spürbar dunkleren und komplexeren Ton als ihrem Messing-Pendant T-WO1, mit mehr Tiefe und Klangfarbe - die höhere Dichte und Steifigkeit von Bronze verändert das Schwingverhalten des Rohrs gegenüber gewöhnlichem Gelbmessing. Die engere Bogenbohrung der WO-Serie, die an die frühere 800er-Spezifikation angelehnt ist, bündelt Klangkern und Projektion, während der bewusst geweitete Schallbecherhals dafür sorgt, dass die tiefsten Töne frei schwingen, statt durch eine zu enge Bohrung im Bassbereich gedämpft zu werden.
Was Besitzer der Yanagisawa T-WO2 sagen
In Forendiskussionen fällt die Einschätzung durchweg begeistert aus - das Instrument wird als außergewöhnliches Horn beschrieben, mit dem sich der eigene Ausdruck in jeder Spielsituation entfalten lässt, die Mechanik gilt als konkurrenzlos: knackig, klanglich reichhaltig und durchgehend reaktionsschnell. Besonders der Bronzekorpus wird immer wieder für sein warmes, solides Spielgefühl und seine starke Projektion gelobt, gelegentlich begleitet von einem leichten, etwas kratzigen Unterton, den manche Spieler eher als zusätzlichen Charakter denn als Makel werten. In der Summe wiederholen sich die Themen reaktionsschnelle Mechanik, präzise Intonation und ein voller klingender Ton im Vergleich zur Messingversion T-WO1 aus derselben Serie.
Bespielbarkeit & Handling von Yanagisawa T-WO2
In Forendiskussionen wird die Mechanik immer wieder als leichtgängig und sehr ansprechend beschrieben, insbesondere der linke kleine-Finger-Bereich gilt als fließend und effizient unter den Fingern - ein Detail, das bei einem auf schnelle, anspruchsvolle Passagen ausgelegten Instrument zählt. Die verbundene Cis/B-Tischklappen-Mechanik wird nicht nur als elegant gelobt, sondern soll auch knifflige Griffkombinationen tatsächlich beschleunigen. Die Intonation über das gesamte Register, auch bei Trillerhilfsgriffen, wird durchgehend als ausgezeichnet beschrieben, und die Ansprache von tief bis hoch gilt als gleichmäßig und leicht, ohne dass ein einzelnes Register zusätzliche Atemstütze verlangt.
Empfohlenes Zubehör & Saiten für Yanagisawa T-WO2
Im Lieferumfang enthalten sind ein Yanagisawa-Ebonit-Mundstück, ein gepolsterter Koffer mit Rucksackgurten und Außenfach sowie ein Trageriemen - auffällig fehlen dagegen Körper- und Halswischer, die sich für die tägliche Reinigung sinnvoll nachrüsten lassen. Allgemeine Kaufratgeber-Hinweise gelten auch hier: Mundstückmaterial und Bahnöffnung beeinflussen den Klang erheblich, weshalb sich Ausprobieren mehrerer Varianten lohnt, und Quietschgeräusche gehen meist auf ein zu weiches, zu altes oder falsch positioniertes Blatt zurück - der Wechsel zwischen zwei oder drei Blättern verlängert deren Lebensdauer. Wegen des zusätzlichen Gewichts eines Bronze-Tenorkorpus ist ein Schulter- oder Rückentragegurt eine sinnvolle Ergänzung, dazu ein zuverlässiges Stimmgerät für die Feinarbeit an der Intonation.
Technische Daten von Yanagisawa T-WO2
| Material Korpus, Bogen, Schallbecher und Hals | Phosphorbronze |
|---|---|
| Klappenmaterial | Messing, klarlackiert |
| Stimmung | B (Bb), tiefes B bis hohes Fis |
| Bauweise | Einzelpfosten-Konstruktion (Profi-Stufe WO1/WO2), Handballenplatte und Halsplatte |
| Schallbecher | individuell handgraviertes Muster |
| Oktavmechanik | fluorharzbeschichtet für leichtgängige Bedienung |
| Polster | wasserfeste Polster mit Kunststoff-Resonatoren |
| Lieferumfang | Yanagisawa-Ebonit-Mundstück, gepolsterter Koffer mit Rucksackgurten, Trageriemen (ohne Körper-/Halswischer) |
| Regler | Keine elektronischen Regler - Ton und Dynamik werden ausschließlich über Atemstütze, Ansatz und die vom Böhm-System abgeleitete Einzelpfosten-Mechanik (Oktavklappe, Handballenklappen, Cis/B-Tischklappen-Verbindung, Hilfs-F-Mechanik) gesteuert |
Zur Geschichte von Yanagisawa T-WO2
Die WO-Serie wurde 2014 eingeführt und war Yanagisawas erste grundlegende Neukonstruktion der Alt-Baureihe seit über zwanzig Jahren - direkter Nachfolger der 900er-Bronze-Modelle (Alt-Modell A-902 von 2002, gefolgt vom Tenor T-902 im Jahr 2003). Die Überarbeitung betraf vor allem Bogen und Schallbecher: Die Bohrung orientierte sich wieder an der engeren Spezifikation der früheren 800er-Serie, um Klangkern und Tiefe zurückzugewinnen, während der Schallbecherhals geweitet wurde, damit die tiefsten Töne weiterhin frei schwingen können. Im Zuge dieser Überarbeitung wechselte Yanagisawa auch den Lieferanten für das in der gesamten Reihe verwendete Gelbmessing. Innerhalb der WO-Serie steht die T-WO2 als Bronze-Profimodell neben der Messingversion T-WO1, eine Stufe unterhalb der rippenkonstruierten Elite-Modelle (WO10 und aufwärts).
Über Yanagisawa als Hersteller
Yanagisawas Geschichte begann 1894, als Tokutaro Yanagisawa damit startete, importierte Holzblasinstrumente für Musiker japanischer Militärkapellen zu reparieren - aus diesem Reparaturbetrieb entstand Japans erste Holzblasinstrumenten-Fabrik. Sein Sohn Takanobu baute 1951 den ersten eigenen Saxophon-Prototyp und markierte damit den Einstieg der Firma in den eigentlichen Saxophonbau. Von dort aus baute sich Yanagisawa einen Ruf für Materialexperimente auf, den kaum ein Wettbewerber erreichte: das erste Saxophon aus massivem Silber 1972, Phosphorbronze-Modelle ab 1992, dazu umfangreiche Möglichkeiten, einzelne Bauteile eines Instruments in unterschiedlichen Materialien zu kombinieren. Nachdem die Firma bis in die späten 1960er-Jahre unter fremden Vertriebsmarken exportiert hatte, etablierte sie 1978 ihre eigene Markenidentität. Besonders die Sopransaxophon-Konstruktionen gelten als einflussreich für die gesamte Branche und stellen Yanagisawa damit in eine Reihe mit Selmer Paris und Yamaha als führende Hersteller.
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