Holz dehnt sich mit der Luftfeuchtigkeit aus und zieht sich zusammen; wiederholte Schwankungen sind die Hauptursache für Resonanzboden-Risse, Verstimmung und klemmende Tasten bei Flügeln wie Klavieren.
Wie diese Systeme funktionieren
Ein im Instrument eingebautes Feuchtigkeitsregulierungssystem kombiniert einen kleinen Befeuchter, einen Entfeuchter und einen Hygrostat (das Feuchtigkeits-Äquivalent eines Thermostats) direkt unter dem Instrument und hält so die unmittelbare Umgebung von Resonanzboden und Stimmstock unabhängig von Raumschwankungen in einem stabilen Bereich.
Sinnvoll, wenn
- das Instrument höherwertig oder ideell wertvoll ist.
- es in einem Klima mit ausgeprägten saisonalen Feuchtigkeitsschwankungen steht, oder in einem Raum ohne verlässliche Klimatisierung (z.B. an einer Außenwand, nahe einem Kamin oder in einem Gebäude ohne zentrale Feuchtigkeitsregulierung).
- das Instrument bereits feuchtigkeitsbedingte Symptome wie häufiges Verstimmen zwischen den Jahreszeiten zeigt.
Ein Ersatz für allgemeine Raumklimatisierung ist es nicht (Abstand zu Heizkörpern, Lüftungsschlitzen und direkter Sonneneinstrahlung bleibt wichtig), aber Klaviertechniker empfehlen es häufig als sinnvolle Ergänzung für jedes Instrument von nennenswertem Wert.