Trompete, Kornett und Flügelhorn stehen meist alle in B und nutzen dieselben Dreiventil-Griffe, weshalb sie leicht verwechselt werden - die Bohrungsform unterscheidet sich aber deutlich genug, um Klang und Spielgefühl zu verändern.
- Trompete: über den größten Teil der Rohrlänge überwiegend zylindrische Bohrung (gleichbleibender Durchmesser). Das ergibt den hellsten, tragfähigsten, brillantesten Klang der drei - geeignet für führende und solistische Blechbläserstimmen.
- Kornett: überwiegend konische Bohrung (allmählich weiter werdend) sowie enger gewickeltes Rohr. Das erzeugt einen wärmeren, milderen, weniger durchdringenden Klang als die Trompete, bei weiterhin hoher Beweglichkeit - traditionell die führende Stimme in britischen Brass Bands.
- Flügelhorn: die konischste Bohrung der drei, mit deutlich weiterem Schallstück. Es hat den dunkelsten, wärmsten, mildesten Klang, gilt allgemein als schwieriger in der hohen Lage präzise zu spielen und wird meist als Zweit- oder Soloinstrument eingesetzt (besonders in Jazz-Balladen), nicht als primäre Führungsstimme.
Für Trompeter:innen übertragen sich die Griffe direkt auf Kornett und Flügelhorn - die Umstellung betrifft ausschließlich Ansatz und Luftführung, nicht neue Griffe. Deshalb behandeln viele Spieler:innen Kornett oder Flügelhorn eher als Zweitinstrument denn als Einstieg.