Allgemeine Darstellung des Instrumentenmodells, nicht das konkrete auf einer verlinkten Plattform angebotene Exemplar.
Gibson ES-335 Dot 1991 - 2014
Preis: 2.199 EUR – 4.827 EUR
Preisverlauf
Verfügbarkeit: 9/10 (Häufig)
Die Gitarre, die das Semi-Hollow-Format erfand: ein laminierter Ahornkorpus mit hohlen Flügeln beidseits eines massiven Ahorn-Mittelblocks, gebaut, um etwas vom Sustain und der Feedback-Resistenz einer Solidbody einzufangen, ohne die Wärme einer Hollowbody zu verlieren. Dieser Produktionslauf von 1991 bis 2014 - zunächst als ES-335 Dot verkauft, mittendrin in ES-335 Reissue umbenannt - bildet das schlanke '60s-Halsprofil, die Punkt-Einlagen und die vintage-typische Spezifikation des späten-1950er-Originals nach.
Informationen zu Gibson ES-335 Dot 1991 - 2014
Die gesamte Design-Logik der ES-335 läuft auf ein einziges Stück Holz hinaus: einen massiven Ahornblock, der über die gesamte Länge der Korpusmitte verläuft, flankiert von wirklich hohlen Kammern statt einer massiven Platte. Dieser Block ist es, der das Semi-Hollow-Format zu mehr als einem Kompromiss macht - er gibt dem Top genug Steifigkeit, um bei Bühnenlautstärke nicht so zu rücken wie eine vollhohle Archtop, während die hohlen Flügel trotzdem schwingen und echte akustische Wärme beitragen, die eine Solidbody-Les-Paul oder -Stratocaster schlicht nicht produzieren kann.
Dieser konkrete Produktionslauf trägt selbst nach Gibsons eigenen Namensstandards ein wirklich ungewöhnliches Detail: Die Gitarre wurde zunächst unter dem Namen ES-335 Dot verkauft, dann mitten in diesem selben Zeitfenster von 1991 bis 2014 offiziell in ES-335 Reissue umbenannt - das heisst, ein Exemplar von Anfang der 1990er und eines aus den 2010ern desselben, hier als ein durchgehendes Modell geführten Instruments trugen in ihren jeweiligen Produktionsjahren tatsächlich zwei verschiedene offizielle Namen. Die Spezifikation selbst blieb durchgehend nah am Vintage-Terrain der späten 1950er: ein einteiliger Mahagonihals mit schlanker '60s-Verjüngung, gebundenes Palisandergriffbrett mit Punkt-Einlagen und 57-Classic-Humbucker, abgestimmt auf den ursprünglichen PAF-Ären-Charakter statt eine moderne High-Output-Alternative.
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Quelle: https://reverb.com/item/97896512-gibson-es-335-dot-1991-2014-figured-cherry
Klangcharakter von Gibson ES-335 Dot 1991 - 2014
Als Semi-Hollow sitzt der Grundcharakter der ES-335 zwischen den beiden Polen, die die meisten in diesem Projekt recherchierten Gitarren besetzen: mehr akustische Luft und Resonanz als eine Solidbody-Les-Paul oder -SG, aber straffer und feedback-resistenter als eine vollhohle Archtop. Die 57-Classic-Humbucker sind auf den wärmeren, weniger komprimierten Charakter originaler PAF-artiger Tonabnehmer der späten 1950er abgestimmt statt auf eine moderne High-Output-Alternative, was den Gesamtklang konsistent zum Vintage-Rezept hält, dem der Rest der Spezifikation folgt.
Was Besitzer der Gibson ES-335 Dot 1991 - 2014 sagen
Der schlanke, flache '60s-Hals wird durchgängig als definierender Präferenzpunkt behandelt, nicht als universeller Vorteil - Spieler, denen Gibsons voluminösere '50s-Carves zu viel sind, greifen gezielt zu diesem Profil, was die Wahl zwischen beiden Ären eher zu einer echten Weggabelung macht als dazu, dass eine einfach besser wäre.
Die Feedback-Neigung der Semi-Hollow-Konstruktion bei hoher Lautstärke wird als bekannte, akzeptierte Eigenschaft des Formats behandelt, nicht als modellspezifischer Mangel dieses Produktionslaufs - wer sich für eine ES-335 entscheidet, weiss im Allgemeinen, worauf er sich einlässt, und schätzt den klanglichen Kompromiss bewusst.
Bespielbarkeit & Handling von Gibson ES-335 Dot 1991 - 2014
Das schlanke '60s-Verjüngungshalsprofil ist in der Hand spürbar duenner und flacher als die voluminösen '50s-Carves der bereits in diesem Projekt recherchierten Les Paul Standard '50s - ein echter, unmittelbar spürbarer Unterschied für Spieler, die zwischen beiden wechseln, kein reiner Datenblattwert.
Dokumentierte Einzelexemplare wiegen um 8 lb 10 oz, innerhalb der für ES-335-Familien-Gitarren typischen Spanne von etwa 7,5 bis 9 lb je nach konkreter Konfiguration - leichter als eine ungewichtsentlastete Solidbody-Les-Paul vergleichbarer Größe, ein direkter Vorteil der hohlen Flügel beidseits des Mittelblocks.
Empfohlenes Zubehör & Saiten für Gibson ES-335 Dot 1991 - 2014
Die 24,75-Zoll-Mensur nimmt denselben .010-.046-Ausgangspunkt wie andere kurzskalige Gibsons dieses Projekts. Weil die Semi-Hollow-Bauweise feedback-anfälliger ist als eine Solidbody, besonders bei hoher Bühnenlautstärke oder viel Gain, wird etwas Sorgfalt bei der Amp-Positionierung oder ein Noise Gate hier relevanter als bei einer vergleichbaren Solidbody-Les-Paul oder -SG - kein Mangel, sondern der ehrliche Kompromiss des Formats, um das herum diese Gitarre gezielt entworfen wurde.
Technische Daten von Gibson ES-335 Dot 1991 - 2014
| Bauform | Semi-Hollow-E-Gitarre, Double Cutaway, laminierter Korpus mit massivem Mittelblock |
|---|---|
| Produktion | Gibson USA, 1991-2014; zunächst als ES-335 Dot verkauft, später innerhalb desselben Zeitfensters offiziell in ES-335 Reissue umbenannt |
| Korpus | Laminiertes Ahorn (Ahorn/Pappel/Ahorn), massiver Ahorn-Mittel-Sustainblock mit wirklich hohlen Flügeln |
| Hals | Einteilig Mahagoni, schlankes '60s-Verjüngungsprofil |
| Griffbrett | Gebundenes Palisander, 12 Zoll Radius, Perlmutt-Punkt-Einlagen |
| Bünde / Mensur | 22 Medium-Jumbo-Bünde; 24,75 Zoll Mensur |
| Tonabnehmer | 2x Gibson 57 Classic Humbucker (PAF-inspirierte Abstimmung) |
| Abmessungen | Ca. 41,0 x 16,0 x 1,75 Zoll |
| Gewicht | Dokumentiertes Einzelexemplar bei 8 lb 10 oz; ES-335-Familien-Gitarren liegen allgemein bei ca. 7,5-9 lb je nach Konfiguration |
| Finish-Hinweis | Gibson wechselte bei ES-335-Modellen ab Mitte der 2000er zu einem duenneren Lack-Finish |
| Herkunfts-Hinweis | 1958 als erste in Serie gefertigte semi-hohle E-Gitarre der Branche eingeführt unter Gibson-Präsident Ted McCarty, entworfen um Solidbody-Sustain/Feedback-Resistenz mit Hollowbody-Wärme zu verbinden |
Preisverlauf für Gibson ES-335 Dot 1991 - 2014
Günstigster gesehener Preis: 2.199 EUR · Teuerster gesehener Preis: 4.827 EUR
Zur Geschichte von Gibson ES-335 Dot 1991 - 2014
Die ES-335 ist, laut übereinstimmenden Quellen, die erste semi-hohle E-Gitarre der Musikindustrie, eingeführt 1958 unter Gibson-Präsident Ted McCarty. McCarty selbst beschrieb den Gedanken dahinter direkt: Die Idee sei gewesen, einen massiven Ahornblock in ein akustisches Modell einzubauen, um etwas vom Klang einer regulären Solidbody zu bekommen, während die hohlen Flügel des Instruments zusätzlich mitschwingen und so eine Kombination aus elektrischer Solidbody und Hollowbody-Gitarre entsteht. Sie löste ein wirklich praktisches Problem der Zeit - hohle Archtops rücken bei den Lautstärken, die elektrische Spieler zunehmend brauchten, stark, während Solidbodies zwar feedback-resistent waren, aber die akustische Wärme vermissen liessen, die viele Spieler behalten wollten.
Innerhalb dieses konkreten Produktionsfensters von 1991 bis 2014 änderte sich der Modellname selbst mittendrin: Es startete als ES-335 Dot und wurde später offiziell in ES-335 Reissue umbenannt, ein ungewöhnlich gut dokumentierter Namenswechsel mitten in einer durchgehenden Produktionsära. Durchgehend war die Gitarre darauf gebaut, die Vintage-Spezifikation der späten 1950er eng nachzubilden - der schlanke '60s-Halsverlauf, Punkt-Einlagen und PAF-inspirierte 57-Classic-Tonabnehmer -, statt die dramatischeren modernen Updates einzubauen, die Gibson in denselben Jahrzehnten auf manche anderen Linien anwendete.
Über Gibson als Hersteller
Diese Gitarre gehört zu derselben, von Ted McCarty geprägten goldenen Gibson-Design-Ära, die bereits in der Les-Paul-Studio-1990-1997-Recherche dieses Projekts berührt wurde, aber während sich die Geschichte jener Gitarre um die Norlin-zu-1986-Buyout-Firmenwende dreht, liegt die Bedeutung der ES-335 rein im konstruktiven Problem, das McCartys Team löste: der Beweis, dass eine Gitarre nicht zwischen Solidbody-Verlässlichkeit und Hollowbody-Charakter wählen musste.
Diese eine Design-Entscheidung - der Mittelblock - erwies sich als einflussreich genug, dass Gibson eine ganze ES-Familie um Variationen davon baute (die ES-345 mit ihrer Varitone-Schaltung, die ES-355 mit Ebenholzgriffbrett- und Varitone-Optionen, unter anderen), jede die Formel leicht anpassend statt sie zu ersetzen - ein seltener Fall, in dem eine einzige technische Lösung der Mitte des 20. Jahrhunderts mehr als sechs Jahrzehnte später noch eine ganze Gitarrenkategorie definiert.
Bekannte Spieler & Aufnahmen mit Gibson ES-335 Dot 1991 - 2014
Larry Carlton hat die direkteste, langlebigste Verbindung zu genau diesem Modell: Sein Spitzname Mr. 335 stammt von seiner ES-335 aus den späten 1960ern, die er jahrzehntelang als primäre Session-Gitarre einsetzte, unter anderem bei Steely Dan und Joni Mitchell, und Gibson baute ihm schliesslich sein eigenes Signature-Modell ES-335LC danach. Eric Clapton spielte während seiner Cream-Jahre eine 1964er ES-335TDC, eine Gitarre, die zentral für den Sound des britischen Blues-Rock war, und Chuck Berry schwang berühmt eine kirschrote ES-335 durch seine ikonischsten Bühnenauftritte.
Eine wichtige Korrektur: BB King wird häufig fälschlich mit der ES-335 assoziiert, aber seine berühmte Lucille basiert tatsächlich auf der ES-355, nicht der 335 - ein verwandtes, aber wirklich anderes Modell mit eigener Varitone-Schaltung und weiteren Spezifikationsunterschieden, hier bewusst geprüft und korrigiert statt als verbreitete, aber ungenaue Annahme wiederholt.
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