Allgemeine Darstellung des Instrumentenmodells, nicht das konkrete auf einer verlinkten Plattform angebotene Exemplar.
Gibson Les Paul Classic (2019-2023)
Preis: 1.455 EUR – 2.728 EUR
Preisverlauf
Verfügbarkeit: 8/10 (Häufig)
Die Gibson Les Paul Classic kombiniert ein Slim-Taper-Halsprofil im 60er-Jahre-Stil mit der vielseitigsten Elektronik aller aktuellen Les Pauls der Original Collection. Vier Push-Pull-Potis erschliessen Coil-Tapping, Phasenumkehr und einen reinen Bypass-Modus, wodurch das Zebra-Tonabnehmerpaar BurstBucker 61R/61T von vollem Humbucker-Punch bis zu duenneren, P-90-ähnlichen Texturen reicht.
Informationen zu Gibson Les Paul Classic (2019-2023)
Gibson belebte das Les-Paul-Classic-Nameplate 2019 im Rahmen der Original-Collection-Neuauflage nach der Insolvenz wieder - und führte damit ein Konzept fort, das die Marke erstmals 1990 vorgestellt hatte: eine Les Paul, die sich an den Spezifikationen eines 1960er Originals orientiert statt am dickeren Halsprofil der 1950er-Vorlage der Standard-Serie. Der Mahagoni-Korpus mit Ahorn-Decke und 9-Loch-Gewichtsreduzierung folgt demselben Grundrezept wie die anderen Modelle der Original Collection, doch der Hals nutzt das schlankere Slim-Taper-Profil der 60er, das gebundene Palisander-Griffbrett hat einen 12-Zoll-Radius, und der Sattel ist auf 1,695 Zoll geschnitten. Was die Classic wirklich abhebt, ist ihre Elektronik. Statt des einfachen Zwei-Volume-/Zwei-Tone-Layouts der Standard-Modelle sind alle vier Potis als Push-Pull-Typen ausgeführt und ermöglichen Coil-Tapping (Verduennung der Humbucker in Richtung Single-Coil), Phasenumkehr (ein hohler, phasenverschobener Klang bei aktiven beiden Tonabnehmern) und einen reinen Bypass-Modus, der die Tone-Kondensatoren komplett aus dem Signalweg entfernt für maximale Klarheit. Die Tonabnehmer BurstBucker 61R (Hals) und 61T (Steg) zeigen offene Zebra-Spulen statt Chromabdeckungen und speisen eine ABR-1-Tune-O-Matic-Brücke mit Aluminium-Stopbar-Tailpiece sowie Grover-Rotomatic-Mechaniken mit nierenförmigen Knöpfen.
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Quelle: https://reverb.com/item/99806820-gibson-les-paul-classic-2019-2023-honeyburst
Klangcharakter von Gibson Les Paul Classic (2019-2023)
Das Tonabnehmerpaar BurstBucker 61R/61T liefert spürbar mehr Bassdruck und Biss als ein typisches Vintage-Output-Humbucker-Set, mit einer leicht nasalen, wah-artig eingefärbten Note, die bei stärkerem Anschlag zu einem körnigen, texturierten Crunch wird. Coil-Tapping duennt das in Richtung einer schlankeren, P-90-nahen Stimme aus, Phasenumkehr fügt bei beiden aktiven Tonabnehmern ein hohles, ausgehöhltes Quaken hinzu, und der Pure-Bypass-Modus entfernt die Tone-Schaltung komplett für das direkteste, unverfälschteste Signal, das die Gitarre liefern kann.
Was Besitzer der Gibson Les Paul Classic (2019-2023) sagen
Besitzer loben die Classic meist dafür, mehr klangliche Bandbreite als eine Standard-Les-Paul zu bieten, ohne das Grundrezept der Familie zu verlassen - die Push-Pull-Potis werden im Alltag tatsächlich genutzt statt ungenutzt zu bleiben, da Coil-Tapping und Phasenumkehr wirklich unterschiedliche klangliche Bereiche abdecken und nicht nur feine Nuancen. Der wiederkehrende Kritikpunkt ist das Gewicht: Manche Exemplare fallen schwerer aus als bei einer Gitarre mit Gewichtsreduzierungs-Kammern erwartet, und es ist ein oft gehörtes Thema, dass ein leichteres Exemplar desselben Modells sich über ein langes Set hinweg wie ein komplett anderes Instrument anfühlt.
Bespielbarkeit & Handling von Gibson Les Paul Classic (2019-2023)
Tester beschreiben das Halsgefühl als geschmeidig und vergleichbar mit den Standard-Modellen der Original Collection, mit niedrigem Bundprofil und einem Setup, das bereits ab Werk gut bespielbar ist. Der Haken ist das Gewicht: Mit rund 4,7kg sitzt die Classic trotz Gewichtsreduzierungs-Kammern spürbar schwerer als viele andere Les Pauls, und Testberichte bemängeln ein unausgewogenes Spielgefühl im Sitzen. Sie belohnt Spieler, denen das Gewicht nichts ausmacht, im Austausch für die zusätzliche klangliche Flexibilität der Push-Pull-Elektronik.
Empfohlenes Zubehör & Saiten für Gibson Les Paul Classic (2019-2023)
Standardsaiten für 24,75-Zoll-Mensur passen zur Classic wie bei anderen kurzskaligen Gibsons. Da die Push-Pull-Potis Coil-Tap-, Phasen- und Bypass-Optionen bereits ohne externes Zubehör bieten, ist die wichtigste praktische Empfehlung ein gut gepolsterter Gurt angesichts des überdurchschnittlichen Gewichts.
Technische Daten von Gibson Les Paul Classic (2019-2023)
| Korpus | Mahagoni mit Ahorn-Decke, 9-Loch-Gewichtsreduzierung |
|---|---|
| Hals | Mahagoni, 60er-Jahre-Slim-Taper-Profil |
| Griffbrett | Gebundenes Palisander, 12" Radius, 22 Bünde |
| Sattelbreite | 1,695" (Tektoid) |
| Mensur | 24,75" |
| Tonabnehmer | BurstBucker 61R (Hals) / 61T (Steg), Zebra-Spulen offen |
| Regler | 2x Volume, 2x Tone (alle Push-Pull: Coil-Tap, Phase, Pure Bypass), 3-Wege-Schalter |
| Brücke | ABR-1 Tune-O-Matic mit Aluminium-Stopbar-Tailpiece |
| Mechaniken | Grover Rotomatic, Nieren-Knöpfe |
| Gewicht | ca. 4,7kg / 10,4lbs |
Preisverlauf für Gibson Les Paul Classic (2019-2023)
Günstigster gesehener Preis: 1.455 EUR · Teuerster gesehener Preis: 2.728 EUR
Zur Geschichte von Gibson Les Paul Classic (2019-2023)
Gibson führte die Les Paul Classic erstmals 1990 als Reissue nach dem Vorbild der 1960er Les Paul ein, gedacht für Spieler, die vintage-akkurate Spezifikationen wollten, ohne die teureren Historic-Collection-Reissues zu kaufen. Überraschenderweise startete die originale 1990er Classic tatsächlich zu einem höheren Preis als die zeitgenössische Standard - 1.529 US-Dollar gegenüber günstigeren Standard-Varianten jener Ära - und positionierte sich damit als Premium-Vintage-Option statt als Budget-Alternative. Zu den Unterscheidungsmerkmalen jener ersten Serie gehörten ein schlankes Halsprofil, eine schmale Kopfplatte, duennes Cutaway-Binding, gealbt-gelbliche Griffbrett-Einlagen, eine eingetuschte statt gestanzte Seriennummer, Nickel-Hardware und ein Vintage-Logo. Manche Beobachter jener Zeit hielten die Classic für eine historisch akkuratere Umsetzung einer 1960er Les Paul als Gibsons eigene offizielle Historic-Collection-Reissues jener Ära. Das Nameplate kehrte 2019 im Rahmen der Original-Collection-Neuauflage nach Gibsons Insolvenz-Restrukturierung 2018 zurück, diesmal weniger durch kosmetische Vintage-Details als durch ihre ungewöhnlich flexible Elektronik mit vier Push-Pull-Potis gekennzeichnet.
Über Gibson als Hersteller
Gefertigt in Gibsons Werk in Nashville, Tennessee, als Teil der Original Collection - die Classic positioniert sich damit als das elektronisch vielseitigste Modell dieser vintage-orientierten Reihe: historische Optik und Halsgefühl gepaart mit der am stärksten schaltbaren Tonabnehmerschaltung, die Gibson bei einer Standard-Serien-Les-Paul anbietet.
Bekannte Spieler & Aufnahmen mit Gibson Les Paul Classic (2019-2023)
Keine spezifischen Profi-Endorsements für dieses 2019-2023er Classic-Nameplate liessen sich in dieser Recherche verifizieren. Bekannte Les-Paul-Ikonen wie Jimmy Page, Slash oder Billy Gibbons sind historisch mit Standard- und Custom-Modellen verbunden, nicht spezifisch mit der Classic-Serie.
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