Die Korpusform entscheidet bei einer Westerngitarre vor allem über Bassanteil, Lautstärke und Sitzkomfort, weniger über „gut“ oder „schlecht“. Die Dreadnought ist der kräftige Allrounder für Akkordbegleitung und Flatpicking, Auditorium- und Grand-Auditorium-Formen sind ausgewogene Universalgitarren, Concert und Parlor sind kleiner, mittenbetonter und bequemer, Jumbos sind groß, laut und bassstark. Wer nur eine Gitarre kauft, liegt mit einer mittelgroßen Form meist richtig, entscheidend ist aber das Probespielen im eigenen Spielstil.
Die wichtigsten Formen im Überblick
Von klein nach groß
Die Bezeichnungen stammen größtenteils von C.F. Martin und wurden von anderen Herstellern übernommen oder abgewandelt. Von klein nach groß:
- Parlor: die kleinste Standardform. Der Begriff ist unscharf: Ursprünglich meinte er Gitarren, die kleiner sind als Martins Größe 0, heute oft jede schmalere Gitarre. Typisch sind ein fokussierter, mittenbetonter Ton und eine eher kurze Mensur. Hochphase war das späte 19. Jahrhundert bis in die 1950er, seit den 2000er-Jahren erlebt die Form ein Revival.
- Concert (Martin 0) und Grand Concert (00): etwas größer, von der klassischen Gitarre abgeleitet. Klar und kontrolliert, gut für Fingerstyle, Aufnahmen und kleinere Spieler.
- Auditorium (000) und Orchestra Model (OM): die kleinste Form, die man üblicherweise noch als vollwertige Gitarre betrachtet. Ausgewogen zwischen Bass und Höhen, für Strumming wie Fingerpicking geeignet.
- Grand Auditorium: breiter und tiefer als ein 000, mit einer Taille zwischen 000 und Dreadnought. Taylor hat die Form 1994 eingeführt, sie ist bis heute Taylors beliebteste.
- Dreadnought: die verbreitetste Form. Kräftiger Bass, viel Lautstärke, durchsetzungsfähiger Klang.
- Jumbo: die größte Standardform, von Gibson als Gegenstück zur Dreadnought entwickelt. Maximaler Resonanzraum und voller Ton, aber ausladend.
Herstellerkürzel entschlüsseln
- Martin: Der Präfix steht für die Größe (LX, Junior, 0, 00, 000, OM, 0000/M, GP, SC, J, D), die folgende Zahl für die Ausstattungsstufe (15, 16, 18, 28, 35, 40 bis 45 usw.), ein Zusatz wie E für Tonabnehmer. Eine D-28 ist also eine Dreadnought der Ausstattung 28, eine 000-18 eine Auditorium-Gitarre der Ausstattung 18. „14-Fret“ heißt, dass der Hals am 14. Bund an den Korpus anschließt.
- Taylor: sortiert die Formen in klein (GS Mini, Baby, Big Baby), mittel (Grand Auditorium, Super Auditorium, Grand Concert) und groß (Grand Pacific, Dreadnought).
- Gibson: Das „J“ in J-45 oder J-200 steht für die Jumbo-Linie, die J-45 hat aber eine rundschultrige Form, die eher an eine Dreadnought erinnert. Die J-200 begann 1937 als „Super Jumbo“ und heißt seit 1955 so wie heute.
Wichtig: Namen sind nicht herstellerübergreifend gleich. Martins „Auditorium“ (000) ist kleiner als Taylors „Grand Auditorium“, und Martins eigene „Grand Auditorium“ (0000/M) ist wieder eine andere Größe. Vergleiche Maße, nicht nur Namen.
Ein kurzer Blick in die Geschichte
Martin baute die ersten Dreadnoughts ab 1916 für den Händler Oliver Ditson, mit Rundschulter und zwölf freien Bünden. Unter eigenem Namen erschien die Form 1931 als D-1 und D-2, später D-18 und D-28. Zunächst sah man sie neben kleineren Modellen skeptisch; stark verkaufte sie sich erst ab Mitte der 1930er, auch weil sie für Rundfunk und Aufnahme als kraftvolles Instrument beworben wurde. Etwa ab den frühen 1930ern setzte sich außerdem der Halsansatz am 14. Bund durch, der den Zugang zu hohen Lagen verbessert. Gibsons J-45 kam 1942 auf den Markt.
Maße und Mensur
Zahlen: typische Maße
Die Maße schwanken je nach Hersteller und Baujahr, deshalb hier Werksmaße als Orientierung (Umrechnung gerundet, Stand Okt. 2026):
| Form (Marke) | Länge | Breite unten | Tiefe | Mensur |
|---|---|---|---|---|
| Grand Concert (Taylor) | 19,5 Zoll (ca. 495 mm) | 15 Zoll (ca. 381 mm) | 4 3/8 Zoll (ca. 111 mm) | 24 7/8 Zoll (ca. 632 mm) |
| Grand Auditorium (Taylor) | 20 Zoll (ca. 508 mm) | 16 Zoll (ca. 406 mm) | 4 5/8 Zoll (ca. 117 mm) | 25,5 Zoll (ca. 648 mm) |
| Dreadnought (Taylor) | 20 Zoll | 16 Zoll | 4 5/8 Zoll | 25,5 Zoll |
| GS Mini (Taylor) | 17 5/8 Zoll (ca. 448 mm) | 14 3/8 Zoll (ca. 365 mm) | 4 7/16 Zoll (ca. 113 mm) | 23,5 Zoll (ca. 597 mm) |
| Baby (Taylor) | 15 3/4 Zoll (ca. 400 mm) | keine Angabe | keine Angabe | 22 3/4 Zoll (ca. 578 mm) |
Bei Martin liegen die Mensuren so: Dreadnought (D-28) 25,4 Zoll, 000-28, 00-28 und die Concert-Größe 0-18 jeweils 24,9 Zoll, OM-28 und die Jumbo J-40 jeweils 25,4 Zoll. Die Sattelbreite beträgt bei diesen Modellen durchgehend 1 3/4 Zoll (ca. 44,5 mm). Gibson baut seine Klassiker mit kürzerer Mensur: Die J-45 hat 24 3/4 Zoll, die J-200 einen Korpus von rund 16 7/8 Zoll Breite.
Zwei Dinge fallen auf. Erstens haben Taylors Dreadnought und Grand Auditorium dieselbe Länge, untere Breite und Tiefe. Der Unterschied liegt in der Taille (bei den Taylor-Modellen 11 1/16 gegenüber 9 5/8 Zoll): Die Dreadnought ist in der Mitte deutlich breiter, nicht unten größer. Zweitens teilen sich bei Martin 000-28 und OM-28 denselben Korpus, nur die Mensur unterscheidet sich (24,9 gegenüber 25,4 Zoll).
Mensur: die versteckte Zweitgröße
Die Mensur ist die schwingende Saitenlänge. Bei Stahlsaiten-Gitarren liegt sie meist zwischen 24 und 25,5 Zoll. Eine längere Mensur bedeutet bei gleicher Stimmung mehr Saitenspannung und tendenziell hellere, klarere Obertöne, eine kürzere fühlt sich weicher an, klingt wärmer und verlangt weniger Fingerkraft. Bei der OM-28 erhöht die längere Mensur Spannung, Projektion und Sustain etwas. Deshalb fühlt sich eine 000 mit 24,9 Zoll für viele angenehmer an als eine Dreadnought mit 25,4 oder ein Grand Auditorium mit 25,5 Zoll, obwohl es nur wenige Millimeter sind. Bei sehr kurzer Mensur gehen zugleich etwas Lautstärke und Sustain verloren, was Parlor- und Reisegitarren besonders betrifft.
Halsbreite
Auch die Halsbreite spielt mit. Westerngitarren haben am Sattel meist 43 bis 46 mm, Klassikgitarren bis zu 52 mm. Viele Fingerstyle-Spieler mögen etwas mehr Saitenabstand, Strummer legen meist mehr Wert auf bequeme Akkordgriffe.
Klang und Spielstil: welche Form passt wozu
- Strumming und Singer-Songwriter: Dreadnought oder Jumbo liefern Bass und Lautstärke, die eine Stimme tragen. Eine Auditorium-Form funktioniert ebenso, wenn du mehr Klarheit und weniger Wucht magst.
- Flatpicking und Bluegrass: klassisch die Dreadnought, besonders für Flatpicker, die Strumming und Leadspiel mischen, und für Roots-Musik.
- Fingerstyle: Parlor, Concert, 00 und 000/OM sind beliebt, weil Töne klar getrennt bleiben und die kleinere Form die Armhaltung erleichtert. Sie gelten als fokussiert und mittenbetont. Ein Muss ist das nicht, auch große Gitarren werden gezupft.
- Aufnahme: kleinere, kontrollierte Formen (Grand Concert, 000) lassen sich im Mix leichter platzieren, ein großer Bass kann sich mit anderen Spuren überlagern.
- Bühne und Band: Dreadnought und Grand Auditorium setzen sich durch; das Grand Auditorium eignet sich für aggressive Strummer wie für sanfte Fingerpicker.
Dreadnoughts klingen nicht zwangsläufig dumpf und kleine Gitarren nicht zwangsläufig dünn: Holz, Verstrebung und Mensur prägen den Klang mit. Die Form setzt eher den Rahmen. Wer tiefer einsteigen will, betrachtet Form und Holzwahl zusammen.
Reise- und Parlorgitarren: die Kompromisse
Beide sind kleiner, aber aus unterschiedlichen Gründen. Eine Parlorgitarre ist eine historische, schmale Form mit eigenem, mittenbetontem Charakter, eine Reisegitarre ist auf Transport ausgelegt. Man unterscheidet echte Reisegitarren mit voller oder fast voller Mensur von Kindergitarren mit reduzierter Mensur. Beispiele sind die Martin Backpacker, Taylors Baby (ein Dreiviertel-Dreadnought mit 22 3/4 Zoll Mensur) und die GS Mini mit 23,5 Zoll, die teils als moderne Parlorgitarre eingeordnet wird.
- Weniger Bass und weniger Gesamtlautstärke als bei großen Formen.
- Kürzere Mensur heißt geringere Spannung und leichtere Spielbarkeit, aber etwas weniger Sustain und Druck. Bei sehr kleinem Korpus fällt der fehlende Bass schnell auf.
- Manche Reisemodelle sparen für Größe und Gewicht an Bauteilen oder nutzen Schichtholz, was bei Einsteigermodellen verbreitet ist.
- Vorteil: Komfort, geringes Gewicht, leicht zu transportieren, ideal als Sofa-, Reise- oder Songwriter-Gitarre.
Eine Parlor- oder Reisegitarre ist keine schlechtere Dreadnought, sondern ein anderes Werkzeug. Wichtig ist, sie bewusst zu wählen und nicht als bloßen Notbehelf.
Cutaway: was es bringt und kostet
Ein Cutaway ist eine Ausbuchtung am Korpus, die den Zugang zu den hohen Bünden verbessert. Man unterscheidet das runde Venetian und das spitze Florentine. Bei Akustikgitarren nutzt man fast nur einen einfachen Cutaway, ein doppelter würde den Klang zu stark beeinträchtigen. Profitieren tun vor allem Spieler, die oft jenseits des 12. Bundes spielen. Als Nachteil nennt man, dass der Korpus etwas Volumen und Resonanzfläche verlieren kann. Wie hörbar das ist, beurteilen Spieler unterschiedlich; dazu gibt es keine verlässlichen allgemeinen Messwerte. Cutaway-Modelle haben außerdem häufig einen Tonabnehmer und sind für die Bühne gedacht. Für reines Akkordspiel zu Hause bringt der Cutaway wenig.
Passform: kleine und große Spieler, Kinder
- Kleine Spieler und Kinder: Im Netz sind sich die meisten Quellen einig, dass eine zu große Gitarre Einsteiger entmutigt. Üblich sind Größen von 1/8 bis 4/4. Für kleine Hände zählt die kürzere Mensur mehr als der Klang. Eine Dreiviertel-Gitarre wie die Baby Taylor oder eine Gitarre in Concert-Größe kommt in Frage.
- Anfänger: Überdimensionierte Jumbos und 12-Saiter meidest du zu Beginn besser. Für Einsteiger zählen Halskomfort und Einstellung mehr als die Korpusform.
- Große Spieler: kommen mit Dreadnought und Jumbo meist gut zurecht. Auch kleinere Formen gehen, solange die Armhaltung stimmt.
- Sitzposition: Die breite Taille der Dreadnought lässt die Gitarre etwas höher auf dem Schoß sitzen, die Concert-Form liegt kompakter. Das lässt sich nur im Sitzen und im Stehen mit Gurt ausprobieren.
Kauf: gebraucht, Probespielen und Kosten
Gebrauchtmarkt: worauf bei der Form achten
Beim Gebrauchtkauf zählt der Zustand mehr als die Form: Stegabhebung, Risse, Wölbung hinter dem Steg und lose Verstrebung sind Warnsignale, und eine niedrige Stegeinlage bei hoher Saitenlage kann auf eine nötige Strukturreparatur (etwa am Halswinkel) hindeuten, die nur eine Fachwerkstatt beurteilen und ausführen sollte. Daneben gilt:
- Dreadnoughts gibt es in größter Auswahl und in jeder Preisklasse. Das erleichtert Vergleiche und den Wiederverkauf.
- Kleinere Formen wie 000, OM oder Grand Concert sind bei Fingerstyle-Spielern gefragt. Die Form allein sagt über den Preis aber wenig, Marke, Holz und Zustand dominieren.
- Selbst baugleiche Modelle klingen unterschiedlich, deshalb gebrauchte Gitarren immer persönlich spielen. Erfahrungsgemäß sind rund 50 Prozent Abschlag gegenüber dem Neupreis nicht ungewöhnlich, und ein Setup beim Gitarrenbauer sollte man einplanen.
Probespielen: so geht es richtig
- Im Sitzen und im Stehen spielen, in der gewohnten Haltung.
- Im eigenen Spielstil anspielen: Fingerstyle-Spieler zupfen, Strummer schlagen Akkorde mit dem Lieblingsplektrum, nicht nur ein paar Akkorde anreißen.
- Eigenes Plektrum und Kapo mitbringen. Drücke die tiefe E-Saite am 1. Bund (Kapo) und am 14. Bund nieder; in der Mitte, etwa am 7. Bund, sollte noch ein hauchdünner Spalt bleiben (Richtwert etwa 0,2 bis 0,3 mm, ungefähr die Dicke einer dünnen Visitenkarte). Beurteile außerdem die Saitenlage am 12. Bund.
- Spiele jede Saite durch alle Lagen und achte auf Schnarren, tote Stellen und ungleiche Lautstärke; prüfe zum Schluss, ob die Gitarre die Stimmung hält.
- Mehrere Formen hintereinander vergleichen, möglichst mit gleicher Saitenstärke, sonst ist der Vergleich verfälscht.
- Auf die Ausgewogenheit von Bass und Höhen achten, nicht nur die Lautstärke bewerten.
Kosten
Die Form bestimmt den Preis kaum, Marke, Hölzer und Fertigung schon. Als Orientierung (Stand Okt. 2026): Im Handel liegen Einsteigergitarren bei rund 200 bis 300 Euro, die Mittelklasse bei 500 bis 1800 Euro, handgebaute Instrumente beginnen ab etwa 1800 Euro. Taylors Einsteigermodelle (Baby, GS Mini) sind kompakte Gitarren der Einsteiger- bis Mittelklasse, Martins Standard Series (D-28, 000-28, OM-28, 00-28) gehört zur Oberklasse.
Einstellen und pflegen: was du selbst tun kannst
Egal welche Form du wählst: Mit ein paar Handgriffen holst du aus jeder Gitarre mehr Spielkomfort heraus. Gehe in kleinen Schritten vor und lass die Gitarre zwischendurch einpendeln. Im Zweifel fragst du eine Fachwerkstatt.
Saitenlage prüfen
Die Saitenlage (Action) ist der Abstand der Saiten zu den Bünden. Als Richtwert liegt sie am 12. Bund bei etwa 2,0 bis 2,5 mm an der tiefen E-Saite und bei etwa 1,5 bis 2,0 mm an der hohen e-Saite, gemessen von der Bundoberkante bis zur Saitenunterkante. Kleine Formen mit kurzer Mensur verzeihen etwas mehr Abstand, weil die Saiten weicher wirken. Ist die Saitenlage deutlich höher, wird das Spielen anstrengend; ist sie zu niedrig, schnarrt es. Mehr zur Diagnose findest du in Saitenlage und Halsverzug diagnostizieren.
Intonation prüfen
Stimme die Gitarre sorgfältig und vergleiche dann den Flageolett-Ton am 12. Bund (Saite nur leicht berühren) mit dem normal gegriffenen Ton am 12. Bund. Klingt der gegriffene Ton höher, ist die Saite effektiv zu kurz, klingt er tiefer, zu lang. Kleine Abweichungen sind bei Akustikgitarren normal. Wiederholt sich eine deutliche Abweichung auf mehreren Saiten, lohnt sich ein Blick auf die Stegeinlage, die eine Werkstatt anpassen kann. Die Grundlagen dazu stehen in Steg und Stegeinlage.
Saitenstärke und Mensur zusammen denken
Kurze Mensuren fühlen sich weicher an, lange straffer. Wenn dir eine Gitarre zu steif ist, helfen Light-Saiten oder ein Satz mit etwas dünneren Diskantsaiten; ist sie dir zu schlapp oder schnarrt sie, kann ein etwas dickerer Satz helfen. Stimme nach dem Wechsel neu und beobachte ein paar Tage, wie sich Hals und Saitenlage verhalten. Das Thema vertieft Saitentypen.
Stimmen und Stimmstabilität
Frische Saiten dehnen sich anfangs und verstimmen sich schnell. Zieh sie nach dem Aufziehen vorsichtig in Längsrichtung etwas nach und stimme mehrfach nach, bis die Stimmung hält. Stimme immer von unten auf die Zielhöhe, also lieber etwas zu tief beginnen und hochstimmen. Lässt sich eine Saite trotzdem nicht halten, prüfe, ob sie sauber auf dem Wickelstift sitzt und die Mechanik nicht lose ist.
Transport und Lagerung
Gerade bei kleinen Reise- und Parlorgitarren lohnt ein passender Koffer oder Gigbag. Lagere die Gitarre nicht in der Nähe von Heizung oder Fenster und halte die Luftfeuchte im üblichen Bereich von 45 bis 55 Prozent. Bei längerer Lagerung oder Versand kannst du die Saiten etwas entspannen, aber nicht ganz lösen. Mehr dazu in Luftfeuchtigkeit und Lagerung.
Häufige Fehler und Entscheidungshilfe
Häufige Fehler
- Zu groß gekauft: Wer wegen der Lautstärke zur Jumbo greift und dann unbequem spielt, übt weniger.
- Nur nach Namen gekauft: Ein Grand Auditorium von Taylor ist größer als ein Auditorium von Martin.
- Im falschen Stil probiert: Fingerstyle auf einer Gitarre testen, die für Strumming gekauft wird, oder umgekehrt.
- Mensur übersehen: Zwei Gitarren gleicher Form können sich in Spannung und Gefühl deutlich unterscheiden.
- Cutaway überschätzt: Es bringt nur etwas, wenn man wirklich in hohen Lagen spielt.
- Kleine Gitarre als Anfänger-Kompromiss abgetan: Für viele Spieler ist eine Concert- oder Parlorform langfristig die bessere Wahl.
Entscheidungshilfe
- Kräftiger Bass, Akkordbegleitung, Flatpicking: Dreadnought.
- Ein Instrument für fast alles: Grand Auditorium, 000 oder OM.
- Fingerstyle, Aufnahme, kleine Statur, Sofagitarre: Grand Concert, Concert oder Parlor.
- Maximale Lautstärke und Bassfülle: Jumbo.
- Reisen: Reisegitarre mit möglichst voller Mensur oder eine Mini-Form wie die GS Mini.
Weiterführende Ratgeber
Die Korpusform ist nur ein Teil des Bildes: Tonhölzer und Bauweise und die Verstrebung prägen den Klang mindestens ebenso. Zur Saitenwahl siehe Saitentypen, für eine ganz andere Bauart die 12-saitige Gitarre, und vor dem Kauf die Checkliste für gebrauchte Gitarren.